Wer als Handwerker arbeitet – sei es als Angestellter oder selbstständig mit eigener Firma – ist vielen Gefahren ausgesetzt. Stellen Sie sich vor, ein Brand oder Hochwasser zerstört Ihr Lager. Oder Ihnen unterläuft auf dem Bau ein folgenschwerer und vor allem teurer Fehler. Oder Sie verletzen sich derart, dass Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Für all jene Eventualitäten ist es wichtig, sich ausreichend abzusichern. Welche Versicherungen brauchen Handwerker und Handwerksbetriebe wirklich? Unsere Übersicht soll Klarheit schaffen.
Diese Handwerker-Versicherungen sind wichtig
Ganz egal, ob Sie als Dachdecker, Installateur, Kfz-Mechaniker oder Augenoptiker arbeiten: Wenn sie einer handwerklichen Tätigkeit nachgehen, sind Sie oft höheren Risiken ausgesetzt als andere Berufsgruppen. Handwerker tragen eine Vielzahl von Verantwortlichkeiten, sei es bei der Ausübung ihrer handwerklichen Tätigkeiten oder beim Betreiben ihres eigenen Unternehmens.
Um sich vor unvorhergesehenen Risiken und finanziellen Belastungen zu schützen, spielen Versicherungen eine entscheidende Rolle. Es ist daher ratsam, sich sorgfältig mit dem Thema Handwerkversicherung auseinanderzusetzen, um hier im Fall der Fälle optimal versorgt zu sein.
Dabei sind drei Säulen der Absicherung wichtig:
1. Private Versicherungen für Handwerker
Sowohl für angestellte als auch selbstständige Handwerker ist die private Absicherung ein wichtiges Thema. Die nachfolgenden Versicherungen können abhängig von der individuellen Situation für Handwerker wichtig sein.
Private Unfallversicherung
Handwerker sind im Beruf oft stark gefährdet und sind einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt. Private Unfallversicherungen bieten Schutz vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung, die in vielen Ländern für Arbeitnehmer obligatorisch ist und nur Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem direkten Weg zur Arbeit abdeckt, bietet die private Unfallversicherung eine breitere Abdeckung. Die private Unfallversicherung – es gibt sogar Gruppenunfallversicherungen für ganze Handwerkerteams –springt ein, wenn der Versicherte durch einen Unfall dauerhafte geistige oder körperliche Beeinträchtigungen erleidet.

Berufsunfähigkeitsversicherung
Da Handwerker in ihrem beruflichen Alltag oft starken körperlichen Belastungen ausgesetzt sind und bereits geringe körperliche Einschränkungen dazu führen können, dass sie ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen können, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) besonders wichtig. Durch die extreme körperliche Belastung und das erhöhte Unfallsrisiko ist die Gefahr dem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen zu können in Handwerksberufen sehr hoch. Wenn ein Arzt bescheinigt, dass Sie für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind, leistet in der Regel die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn eine Unfallversicherung und die staatlichen Leistungen reichen in diesen Fällen oft nicht aus. Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Handwerker sorgt dafür, dass Sie ihren gewohnten Lebensstandard auch dann noch halten können, wenn Sie Ihrem Beruf auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr nachgehen können.
Risikolebensversicherung
Unabhängig davon welchem Beruf Sie nachgehen: Sobald Sie Familie haben, eine Immobilienfinanzierung aufnehmen möchten oder ein eigenes Unternehmen gründen, kann eine Risikolebensversicherung relevant sein. Denn der plötzliche Tod eines Menschen bedeutet neben dem Verlust für die Hinterbliebenen auch oft massive finanzielle Belastungen. Wenn Sie beispielsweise gemeinsam mit einem Geschäftspartner einen Handwerksbetrieb führen, kann eine RLV für Unternehmer bei ihrem Tod dem Partner dabei helfen den Betrieb fortzuführen. Haben Sie gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin ein Haus gekauft, dann hilft die Versicherungssumme aus der RLV dem Hinterbliebenen dabei der Kredittilgung weiterhin nachkommen zu können. Sind Sie der Hauptverdiener in der Familie, können Sie mit einer RLV die finanziellen Herausforderungen für die Hinterbliebenen zu großen Teilen abfedern.
2. Altersvorsorge für Handwerker
Neben den privaten Versicherungen spielt die Altersvorsorge eine zentrale Rolle für Handwerker. Eine solide Altersvorsorge gewährleistet, dass Handwerker auch im Ruhestand ihren Lebensstandard halten können. Denn wie in vielen anderen Bereichen gilt, dass sich Handwerker nicht auf die gesetzliche Rente verlassen sollten. Hinzu kommt, dass durch die Reform der Handwerksordnung im Jahr 2004 viele selbstständige Handwerker nicht mehr pflichtversichert sind. Besonders Soloselbstständige in zulassungsfreien Gewerken könnte somit Altersarmut drohen.
Umso wichtiger, sich mit der eigenen Altersvorsoge zu beschäftigen. Hier sind verschiedene Modelle wie die betriebliche Altersvorsorge oder private Rentenversicherungen wie die fondsgebundene Rentenversicherung, Riester-Rente oder die Rürup-Rente zu prüfen. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Altersvorsorge ermöglicht es Handwerkern, langfristig für ihre finanzielle Sicherheit auch im Alter zu sorgen.
3. Betriebliche Versicherungen für Handwerker
Wer einen handwerklichen Betrieb führt, muss sich nicht nur über die Absicherung der eigenen Person und Arbeitskraft Gedanken machen, sondern auch über die Absicherung des Unternehmens.
Jeder lebt anders – daher ist eine individuelle Beratung wichtig
Die Entscheidung für eine Versicherung ist immer individuell. Der Bedarf sollte regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Vor allem immer dann, wenn sich die Lebensumstände etwa durch Heirat, Geburt eines Kindes, Beförderung, Jobwechsel oder Immobilienkauf ändern
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